DEIT

Elektrifizierung der Almen

Umweltschutz und Innovation

In Villnöß war man sich dieser Vorgaben sehr wohl bewusst, als man Ende des Jahres 2006 ein Projekt zur Erschließung der Almwirtschaften und Schutzhütten auf der Dusleralm, Geisler- und Gschnagenhardtalm, Zans, Kaserill, der Gampenalm, der Schlüterhütte und der Glatschalm mit Strom und Telefon vorstellte.

Weiters sollte dem Umweltschutzgedanken durch den Bau eines Abwasserkanals Rechnung getragen und als zukunftsweisende Informationsversorgung die Verbindung mit Glasfaserleitungen hergestellt werden. Diese Neuerungen sollten dann die alten Telefonmasten und die lauten, stinkenden Dieselaggregate ersetzen, also: Wirtschaft trifft Umweltschutz.

Die Arbeiten wurden zu Beginn des Jahres 2007 von Ranui ausgehend über die Zanser-, Gschnagenhardtund Gampenalm bis zur Schlüterhütte begonnen und konnten im Herbst 2010 abgeschlossen werden. Die Kosten für dieses ambitionierte Projekt in drei Baulosen beliefen sich auf ca. 1.050.000 Euro, wobei die Finanzierung mit Mitteln der Energiegenossenschaft, des Landes und mit Eigenmitteln der Almwirtschaften gesichert werden konnte. Unter dem Titel „Saubere Luft, Umwelt und kein Lärm“ berichtete die Tageszeitung Dolomiten am 29. Oktober 2010 über den Abschluss der Arbeiten: „Mit dem Großprojekt der Verlegung von Abwassersträngen und Versorgungsleitungen (Strom, Telefon, Glasfaser) zu allen Almwirtschaften und zur Schutzhütte wurde ein weiterer Schritt im Umweltbereich und im Wirtschaftsleben gemacht… Durch dieses Almengroßprojekt können nun alle oberirdischen Strom- und Telefonleitungen aus dem Landschaftsbild entfernt werden. Von ökologischer Sicht aus ist vor allem das Wegfallen der Dieselaggregate mit ihrem Schadstoffausstoß und die Entsorgung der Abwässer der Almbetriebe von großer Bedeutung.“

Eckdaten

1. Baulos
Ranui - Zanser-, Dusler-, Geisler- und Gschnagenhardtalm
MS-Leitung: 4.900 m
NS-Leitung: 2.210 m
Trafokabine: MS/NS: „Nock“ MS/NS: „Zans“

2. Baulos
Zans - Gampen - Kaseril und Schlüterhütte
MS-Leitung: 2.900 m
NS-Leitung: 2.300 m
Trafokabine: MS/NS: „Gampen“

3. Baulos
Zans - Glatschalm
NS-Leitung: 1.100 m

Think City Elektroauto

Im November 2012 wurde unser Fuhrpark mit dem Elektroauto Think City ergänzt.

Obwohl der Think City natürlich idealerweise für den Betrieb in der Stadt ausgelegt ist, stellt das Befahren von Bergstraßen keinerlei Problem dar. Dank dem kraftvollen Drehmoment eines Elektromotors ist das anfahren und beschleunigen in Steigungen sogar wesentlich einfacher als mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Der leichte Mehrverbrauch beim Bergauffahren wird dann durch die Rückgewinnung der Energie beim hinunterfahren wieder ausgeglichen, sodass die Reichweite des Think City bei voller Batterieladung durchschnittlich 150km beträgt. Eine komplett entladene Batterie benötigt zwischen 8 bis 12 Stunden um wieder vollgeladen zu werden. Das Aufladen erfolgt über eine Haushaltsübliche 230Volt Steckdose mit geeigneter Erdung.

Die Vorteile eines Think City liegen auf der Hand:

  • Geringer Verbrauch von weniger als 1,50 Euro auf 100 km
  • „Tanken“ an der Steckdose zu Hause bzw. am Arbeitsplatz
  • Steuerfrei weil reines Elektrofahrzeug
  • Geräuschlose und emissionsfreie Mobilität
  • Keine Wartungskosten weil kein Motoröl, Filter oder Abgasanlage benötigt wird
  • Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz und umweltschonender Mobilität
  • Befahren von allen Straßen inkl. Autobahn möglich (Zulassung als Pkw) Geringe Reparaturkosten bei Karosserieschäden da die Kunststoffteile nicht lackiert werden müssen
  • Umweltfreundliche Herstellung und komplette Recyclingfähigkeit des gesamten Fahrzeugs inkl. Batterie
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